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Thema: Analyse im Club, Hilfe im Schachverein oder im Forum< Älteres Thema | Neueres Thema >
GuidoS Offline





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Beiträge: 2594
Seit: 08 2006
    Geschrieben: 14 10 2012,14:14 QUOTE

Hallo,

@ catweazle: Hier kann man m.E. unterschiedliche Positionen vertreten. Meine eigene Haltung ist, dass Tipps und gemeinsame Analysen ok sind, wenn sie in bestimmten Grenzen bleiben, die gewährleisten, dass eine Partie noch eigenbestimmt gespielt wird (das entspricht Alberichs Aussage). Für mich zählt dazu:

1.) Ich rede niemals einem Mannschaftskollegen in die Partie, der dies nicht ausdrücklich wünscht.

2.) Anfragen sollten die Ausnahme sein, nicht die Regel. Es ist für mich ok, ein oder zwei kritische Positionen in einer Partie zu besprechen. Wenn aber jeder Zug beraten oder sogar durch fremde Tipps bestimmt wird, ist es keine eigenständig geführte Partie mehr.

3.) Ich versuche zumindest, direkte Zugvorgaben zu vermeiden. Meine Tipps sind also eher genereller Natur und versuchen Pläne bzw. Gefahren aufzuzeigen, und nicht konkrete Vorgaben im Sine von „spiele x“. Ich gebe aber zu, dass das nicht immer einfach ist.

@Alberich: Hier gibt es m.E. eine eindeutige Antwort. Natürlich darfst Du Analysen, die vor bzw. nach der Partie ausgeführt wurden, verwenden. Das gilt ebenso für Eröffnungsvorbereitung. Verboten ist der direkte Einsatz einer Engine zur Zuggeneration während der Partie.

Würde das Verbot jegliche computergestützte Information beinhalten, dürften die ausdrücklich erlaubten Hilfsmittel – Bücher und Datenbanken – auch nicht verwendet werden, da dort in erheblichem Umfang Partien und Züge zu finden sind, die auf Engines beruhen oder zumindest mit ihnen überprüft wurden.

Eine Ausnahme sind TableBases, die zwar eine Datenbank sind, aber als zuggenerierend gelten, weil sie auf jeden möglichen Zug eine "korrekte" Antwort, also einen bestmöglichen Zug  geben. Deshalb sind sie hier verboten.

Gruss,
Guido


Bearbeitet von GuidoS an 14 10 2012,14:21

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Guido Schwellnus, Graz
TC KönigsKiTa
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Alberich Offline





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Beiträge: 1088
Seit: 10 2011
    Geschrieben: 14 10 2012,12:59 QUOTE

Ja, auch ich kenne Hängepartien noch.
Ich kann mich da noch gut an ein Springer-Läufer Endspiel erinnern, das ich mal hatte und das wir bis zum Erbrechen durchanalysiert hatten.
Objektiv wars wohl nur Remis aber durch die ausführliche Analyse habe ich es dann doch noch gewonnen. :-)


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Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht (Moliere)
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catweazle Offline





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Beiträge: 284
Seit: 04 2004
    Geschrieben: 14 10 2012,12:50 QUOTE

Hallo Alberich und saveTheKing,

zu meinen Nahschachzeiten (in den 1980ern und frühen 1990ern) gab es auch des öfteren Hängepartien. Natürlich hat man die analysiert und beim Weiterspielen die eigene häusliche Analyse benutzt. Und natürlich hat man - wenn man Fehler in einer Nahschachpartie gehabt hat - die das nächste Mal vermieden. Wie sieht das bei Dir aus, savetheking? Hattest Du früher auch mal Hängepartien? Und hat man die nicht gemeinsam analysiert, besonders bei Mannschaftskämpfen, bei denen es 3,5:3,5 stand?

*Nachträgliche* Analyse (mit wem auch immer) und Kommentieren finde ich völlig ok. Die Nutzung von Büchern stellt ja auch nichts anderes dar. Z.B. bin ich in einer Partie schlecht aus einer Eröffnung gekommen und analysiere das nachträglich und notiere mir einen Alternativplan für das nächste Mal.

Oder - noch anders - ich nehme mir vor, in einer der nächsten Partien eine in der Theorie umstrittene Stellung zu spielen und analysiere die zu Hause ausführlich. Dann kommt die zufällig aufs Brett. Ich denke schon, dass ich jetzt meine Analysen benutzen darf.

Aber natürlich ist das nur *meine* Meinung. Und das Originalthema war, ich bitte das zu berücksichtigen, nichts mit Engines, sondern Hilfe von Freunden im Club oder im Mannschaftsforum.

Gruß

Christof


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Meckern ist einfach.
Selber besser machen ist schwierig.
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Alberich Offline





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Beiträge: 1088
Seit: 10 2011
    Geschrieben: 14 10 2012,12:41 QUOTE

Tja, das wäre natürlich die radikale Lösung.

Die Analyse läuft ja bei Fernschach sowieso schon während der Partie und damit ohne Computerunterstützung und auch im Nachhinein mache ich das meiste selbst. (Bringt auch am meisten). Allerdings möchte ich für die Aufdeckung von taktischen Löchern in meinen Plänen die Hilfe einer Engine dann eigentlich doch nicht missen.


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savetheking Offline





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Beiträge: 644
Seit: 10 2008
    Geschrieben: 14 10 2012,12:28 QUOTE

Hallo Alberich,

für dein "Problem" gibt es eine einfache Lösung.


Überhaupt kein Engine einsetzen. Auch nicht für deine Analyse.


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Gruß
Karl Fischer
(Mannschaft: Die Spartaner)
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Alberich Offline





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Beiträge: 1088
Seit: 10 2011
    Geschrieben: 14 10 2012,12:16 QUOTE

Ich finde die Frage durchaus nicht absurd.

Der allgemeine Konsens geht ja dahin, dass dies durchaus in Ordnung geht, solange man die Partie dann nicht völlig von den Anderen spielen lässt.
Ich pesönlich mag es allerdings nicht so sehr, da ich meine Partien gern alleine gewinnen und verlieren möchte.

Ich habe im Übrigen ein ganz anderes Problem, welches mir gelegentlich Gewissensbisse bereitet:
Enginenutzung ist ja prinzipiell nicht erlaubt und das ist auch gut so.
Hinterher analysiere ich aber meine Partien. Auch mit Hilfe einer Engine. Ist ja auch nix dagegen zu sagen.
Aber nun kommentiere ich meine Partien auch unter Einbeziehung der Ergebnisse der Engines.

Was ist denn nun, wenn ich diese Stellung wieder aufs Brett bekomme?
Selbstverständlich schaue ich dann nach, was ich das letzte Mal gespielt habe.
Na und da ist dann unter Umständen ein Resultat der Computeranalyse mit in der Partie.
Dürfte ich ja eigenlich nicht verwenden. Aber die Augen zu machen kann ich auch schlecht. :-)

Ist irgendwie ein prinzipelles Problem, bei dem ich nicht sehe, wie man es umgehen kann...


Bearbeitet von Alberich an 14 10 2012,12:18

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catweazle Offline





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Beiträge: 284
Seit: 04 2004
    Geschrieben: 14 10 2012,11:58 QUOTE

Hallo,

ist es Eurer Ansicht nach in Ordnung, kritische Stellungen im Fernschach mit Schachfreunden im Schachverein zu besprechen oder auch hier im jeweiligen Mannschaftsforum?

Meine persönliche Meinung wäre, dass das ok ist. Aber wie seht Ihr das? Oder ist die Frage absurd, und das ist selbstverständlich ok bzw. selbstverständlich nicht ok?

Gruß

Christof


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6 Antworten seit 14 10 2012,11:58 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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